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Freie Bachelor-, Master-, Diplom-, Promotionsthemen

Allgemeines für Praktikanten und Praktikantinnen

Praktikanten, BA-, Master-, Diplom-, Promotionskandidaten aus den Bereichen Psychologie, Biologie, Informatik, Elektronik u.a. sind in unserem Labor jederzeit willkommen. Entweder schreiben wir konkrete Projekte aus und Sie können sich dann darauf spezifisch bewerben (s.unten). Oder, Sie verfolgen ein bestimmtes Interesse/ Fragestellung und Sie wenden sich an uns und wir besprechen dann Ihr Vorhaben und prüfen, zu welchen aktuellen Projekten Schnittpunkte bestehen. Unser Verständnis von Praktikanten ist bei beiden Verfahren folgendes: Praktikanten sind lernende Kollegen, wie alle anderen Kolleginnen und Kollegen im Team auch. Damit sind sie gemäß Ihrer Fähigkeiten gleichwertige Mitglieder des Teams denen jedoch - bezogen auf die Erreichung des Projektziels - ein höheres Maß an kollegialer Aufmerksamkeit und Unterstützung zusteht. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und wir sind gespannt auf Ihre Ideen!

    

Masterarbeit EEG Korrelate bei Körpergesten

Im Rahmen einer DFG geförderten EEG-Studie zu spontan auftretenden Körpergesten sollen die hirnphysiologischen Effekte dieses Verhaltens untersucht werden. Wir suchen eine/einen engagierte/en Studentin/Studenten der Psychologie, der/die sich für elektrophysiologische Grundlagenstudien interessiert und sich in das Themengebiet im Rahmen einer Masterarbeit einarbeiten möchte. Ihre Aufgaben würden die Durchführung von EEG-Messungen, sowie die statistische Auswertung von EEG- und behavioralen Daten umfassen. Das Untersuchungsparadigma ist in Voruntersuchungen bereits erprobt ((Grunwald, M. et la. (2014) EEG changes caused by spontaneous facial self-touch may represent emotion regulating processes and working memory maintenance. Brain Research. 1557, 111-126). Wir bieten gute Arbeits- und Betreuungsbedingungen, bei freier Zeiteinteilung, innerhalb eines jungen und interdisziplinären Forscherteams.  

Bewerbungen senden Sie bitte als pdf-file an: Herrn PD Dr. Martin Grunwald  E-Mail: mgrun [at] medizin.uni-leipzig.de       Tel.: 0341 97 24502

Planung und Entwicklung eines Datenbanksystems für Gebäudekarten

Die Herausforderung:

  •          Einarbeitung in die Kartographischen Datensätze
  •          Planung eines geeigneten Datenbanksystems zur Ablage der Kartographischen Datensätze
  •          Entwurf eines Graphical User Interface für das Hinzufügen von neuem Kartenmaterial bzw. zur  Wartung der bestehenden Datenbankinhalte
  •          Serverseitige Verteilung der angeforderten Datenbankinhalte auf Clients
  •          Aufbau eines Prototyps zum Test der Server- Client- Kommunikation via WLAN

Ihr Profil:

·         Studium der Elektrotechnik, Informatik oder vergleichbares Natur- oder Ingenieurwissenschaftliches Studium mit dem Schwerpunkt auf Internettechnologie

·         Fortgeschrittene Kenntnisse in den Programmiersprachen Java bzw. C# (.net), HTML, PHP

·         Grundlegende Kenntnisse mit dem Umgang mit relationalen Datenbanksystemen wie z.B. MySQL

·         Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und eine analytische Arbeitsweise

·         Motivation und Ehrgeiz zur Bearbeitung komplexer Problemstellungen

Wir bieten Ihnen ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet, daß Sie in eigener Organisation und mit freier Zeiteilung selbstständig erarbeiten können. Zur Bearbeitung stehen Ihnen die Ressourcen des Haptik- Forschungszentrums zur Verfügung.

Sie wollen Teil eines jungen und dynamischen Teams mit interdisziplinären Tätigkeitsfeldern sein? Sie wollen mit Freude und Ehrgeiz ein innovatives Projekt nach eigenen Vorstellungen gestalten? Dann schicken Sie Ihre digitale Bewerbung mit Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und eines Leistungsnachweises an: Sven.Martin@medizin.uni-leipzig.de

Fragen zu dieser Position beantworten gern:

PD Dr. Martin Grunwald (+49 (0) 341 97 24502) oder M.Sc. Sven Martin (+49 (0) 341 97 25710)

Stand: April 2015

Haptische Baisleistungen bei Geburtsblinden und Sehenden Physiotherapeuten

AUSSCHREIBUNG BACHELOR-ARBEIT

am Haptik-Labor des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung 

 

Beginn und Dauer: nach Absprache

 

Untersucht werden sollen die Auswirkungen schwerer Sehbehinderung (Blindheit) auf die haptischen Fähigkeiten blinder Physiotherapeuten, im Rahmen ihres beruflichen Alltags.

Anekdotische sowie wissenschaftliche Belege haben gezeigt, dass Blinde (sowohl Geburtsblinde als auch Späterblindete) im Schnitt bessere taktile Schwellenwerte erreichen als sehende Personen. Dies wird üblicherweise als kompensatorischer Effekt durch die verstärkte Nutzung des haptischen Systems erklärt. Ziel der geplanten Studien ist die Untersuchung der Grenzen dieses Effekts. Zu den in ihrem beruflichen Alltag am stärksten haptisch tätigen Personen gehören Physiotherapeuten und Osteopathen. Im Rahmen der aktuellen Studie soll untersucht werden, ob und in wieweit sich die haptische Wahrnehmungsfähigkeit blinder Physiotherapeuten von denen sehender Physiotherapeuten sowie blinder und sehender Kontrollpersonen unterscheidet.

Für diese Aufgabe suchen wir Studierende der Psychologie, die Interesse an neuropsychologischen Fragestellungen haben. Ihre Aufgabe würde in der Literaturrecherche, Testdurchführung, der Probandenrekrutierung sowie in der Dateneingabe/-auswertung (SPSS) bestehen. Zielgruppen für die Untersuchung sind blinde, berufstätige Physiotherapeuten sowie blinde Erwachsene anderer Berufszweige.

******wird aktuell bearbeitet***********Stand Jan. 2016

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei PD Dr. Dipl. Psych. Martin Grunwald, Telefon: 0341 97 24 502

E-mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de (Web-Seite: www.haptik-labor.de )

 

Ausschreibungsdatum: Juli 2014// Febr. 2015 vergeben an Ulrike Hallmann Uni Jena (cand. BA Psychologie)

 

Prüfung eines neuen haptisch-visuellen Testsystems

Zur neuropsychologische Prüfung haptischer Wahrnehmungsleistungen werden bislang Verfahren und Testbatterien genutzt, bei denen die visuelle Umweltwahrnehmung explizit eingeschränkt wird. Dabei wird entweder die visuelle Wahrnehmung der Probanden durch Augenbinden bzw. Schließen der Augen oder durch technisch verdeckte Stimuli vollständig eingeschränkt. Durch diese Form der Wahrnehmungseinschränkung werden an sich neue Wahrnehmungsbedingungen für die Probanden geschaffen, welche u.U. unkontrollierbare Einflüsse auf den haptischen Wahrnehmungsprozess ausüben können. Vor diesem Hintergrund haben wir eine haptische Anforderungssituation entwickelt bei der die Probanden erhabene Reliefstrukturen mit abstrakten Symbolen durch haptische Exploration erkennen müssen. Die Reliefstrukturen sind jedoch durch eine lichtundurchlässige mehrschichtige Trennschicht (Dicke ca. 281µm) verdeckt. Minimale Verformungen der Trennschicht beim Berühren derselben erlauben es, die Reliefsstruktur haptisch zu erfassen. Die Verformungen der Trennschicht während der haptischen Stimulusexploration führen nicht zu einem visuell verwertbaren Eindruck der Reliefstruktur; die Probanden können somit während der Exploration sowohl ihre Hände als auch das Stimulus-Pad betrachten. Insgesamt wurden den Probanden in den Vorstudien 36 Stimuli (haptic pads) vorgelegt und die gesamte Anzahl aller Stimuli lag während der haptischen Exploration als visuelle Information vor dem Probanden. Durch visuell-haptischen Vergleich sollen die Probanden angeben, um welchen Stimulus es sich jeweils handelt.

************wird bearbeitet Stand 10/2015************

Im Rahmen von Vorstudien wurden an gesunden Probanden insgesamt 36 haptische Stimuli hinsichtlich Erkennungszeit und Fehlerrate untersucht. Ausgehend von diesem Material wurden 2 Testversionen (A, B-Variante) zu je 16 haptic pads zusammengestellt. Im Rahmen der ausgeschriebenen Diplomarbeiten sollen nun folgende Untersuchungen/ Fragestellungen pro DA  durchgeführt bzw. bearbeitet werden.

1) Erfassung von Normdaten der Testvariante A und B, hinsichtlich Erkennungszeit und Fehlerrate in den Altersbereichen: 7-9 Jahre, 10-12 Jahre, 13-15 Jahre, 16-18 Jahre, 19-21 Jahre, 22-24 Jahre, 25-27 Jahre, 28-30 Jahre je 5m/5w.

2) Untersuchung des Testsets an psychiatrisch-neurologischen Patientengruppen verschiedener Altersklassen (erworbene Hirnschädigung, leichte Kognitive Störungen im Alter, Depression, ADHS, Essstörungen).

3) Trainingseffekte bei manuellen Therapeuten und Physiotherapeuten/ Osteopaten          

Für diese Untersuchungen werden haptic pads genutzt, deren Trennschicht jeweils hinsichtlich der Stärke verschieden ist, so daß eine differenzierte Erkennungsschwierigkeit bei gleichbleibender Reliefstruktur gewährleistet wird. Ziel der Untersuchung ist es neben der Erfassung von Basisleistungen Leistungsverbesserungen der haptischen Wahrnehmung durch Übungsprozesse in diesen spezifischen Berufsgruppen zu prüfen. 

Falls Sie sich für eines dieser Themen interessieren, melden Sie sich bitte bei PD Dr. Martin Grunwald (mgrun@medizin.uni-leipzig.de; Tel.: 0341 97 24 502). 

Leipzig, den 28 Juni 2010

Themen wurden bisher vergeben an: Stephanie Habermann (BA, Uni Leipzig, Psychologie, BA Abschluß Okt. 2010); cand. Psych. Stephanie Müller (Psychologie, Uni Jena, Beginn Oktober 2010, Diplom); Dipl. Psych. Janette Dudda (Dissertation, Beginn Oktober 2010).

Freie Themen sind noch offen für BA und Master Psychologie. 

 

Informationsverarbeitung haptisch differenzierbarer Stimuli bei einzelligen Lebewesen (amoeba proteus)

Alles, was sich bewegt, tastet in der Regel auch. Die Wissenschaft vom Tastsinn (Haptik) untersucht solche haptischen Wahrnehmungsprozesse bei Menschen und auch bei Tieren. Da die haptischen Wahrnehmungsprozesse beim Menschen schon hinreichend kompliziert sind, untersuchen wir seit Anfang des Jahres das haptische Explorationsverhalten von Einzellern. Als Modell nutzen wir amoeba proteus (Amöbe = ca. 200µm) und konfrontieren dieses Lebewesen systematisch mit verschieden rauen Oberflächenstrukturen. Die Untersuchungen erfolgen mit hochauflösenden Mikroskopen und Videosystemen – nachgeordnet erfolgt die Auswertung mit Bildverarbeitungsprogrammen und Tracking-Software.

Die Experimente sind noch in der Aufbauphase; vieles muß noch ausprobiert und erkundet werden. Aber die Ästhetik dieser Lebewesen ist faszinierend und die Reaktionen auf die Stimuli – ohne eine einzige Nervenzelle - sind einfach nur erstaunlich. Wir sind also am Anfang mit diesen Forschungsfragen und das entferntere Ziel sind Konditionierungsexperimente und ein besseres Verständnis der Informationsverarbeitungsprozesse bei einzelligen Lebewesen. 

Wer sich für diese Form der Fragestellung und für die Arbeit am und mit dem Mikroskop interessiert ist in unserem Labor herzlich willkommen. Der Arbeitsbereich hat eine flache aber direkte Struktur; eigene Ideen und Kreativität werden produktiv aufgefangen. Ergebnis- und Zieldruck besteht nur im Rahmen des nötigen. Sie sollten Neugierde, Interesse und Geduld mitbringen – ruhige Hände und eine suchende Grundeinstellung mit Interesse an biologischen Fragen bei der Bearbeitung der Fragestellungen. Technik und strukturelle Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung.

-------Dieses Thema ist eher für Biologiestudenten geeignet, als für Psychologiestudenten.------

Bei Interesse rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail, so dass wir einen Termin vereinbaren können (PD Dr. Martin Grunwald).

Kontakt: PD Dr. Martin Grunwald, Universität Leipzig, Haptik-Forschungslabor am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung, Liebigstraße 19, 04103 Leipzig. E-Mail: mgrun@medizin.uni-leipzig.de