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Historisch-philosophischer Exkurs über den Tastsinn

Matthias John

An dieser Stelle kann nicht die gesamte Geschichte der philosophischen und wissenschaftlichen Betrachtungen über den Tastsinn abgehandelt werden, jedoch sollen mit den Vorgaben des antiken Denkens, mit dem Statuen-Modell in der Zeit von Aufklärung und Sensualismus sowie mit der Lokalzeichentheorie im 19. Jahrhundert drei eigentümliche und bedenkenswerte Beiträge zum Verständnis dieses Sinnes betrachtet werden. Nachhaltig und prägend wirkte die Antike bis in unser heutiges Verständnis; das 18. Jahrhundert brachte neue und zum Teil sehr anregende Modellvorstellungen ein und auch die heute etwas abseitig erscheinende, jedoch im 19. Jahrhundert heftig diskutierte Lokalzeichentheorie stellen Marksteine in der Entwicklung des Denkens über den Tastsinn dar – wobei offen bleibt, welche Anregung die alten Modelle heute noch zu liefern in der Lage sind. 

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