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Deep Pressure Stimulation bei erwachsenen PatientInnen mit ADHS – EEG und PET-fMRT-Untersuchung

In der relevanten aktuellen Literatur werden Deep Pressure Stimulationen (DPS) durch Massagen ebenso wie durch Applikation beschwerter Körperwesten oder Decken als entspannungs- und schlaffördernde somatosensorische Techniken beschrieben. Während die Effekte von Massageanwendungen durch umfangreiche Forschungsergebnisse, inklusive neurophysiologischer Befunde, belegt sind (Diego et al., 2004), existieren über die Effekte der somatosensorischen Stimulation durch großflächige Druckreize (Decken und Westen) bisher keine neurophysiologischen Daten. Die Ergebnisse experimenteller Anwendungen der somatosensorischen Stimulation zeigten jedoch positive Effekte auf Unruhe, Konzentrationsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden bei Kindern mit ADHS (Lin et al. 2014) und bei gesunden Erwachsenen (Mullen et al. 2008; Reynolds et al. 2015). Die genauen biologischen Mechanismen dieser Effekte sind bislang ungeklärt; ihr Verständnis kann jedoch helfen, nicht-pharmakologische, physikalische Ansätze zur Unterstützung der Behandlung von PatientInnen mit ADHS (weiter) zu entwickeln und einzusetzen.

In Kooperation mit

Prof. Dr. Swen Hesse, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL AöR

PD Dr. Maria Strauß, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UKL AöR